Thursday, 2. october 2008
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/Okt.
/2008
21:50
Voller Erfolg auf der ganzen Linie... Denkste! Voll der scheiss Tag !
Schon mit einer "Latte" morgens aufgestanden. Versucht im sitzen zu pinkeln.. ging nicht. Im Stehen... schwups, war alles schön außerhalb von der Kloschüssel am Boden verteilt. Grrr... Das sind so
die ersten Probleme am Morgen eines Mannes.
Nun hieß es, Prioritäten setzten. Was sollte ich als erstes machen? Meine "Latte" in "Normalgrösse" bringen, oder doch den Urin vom Marmorboden entfernen. Nun hielt ich das angeschwollene Ding in
der Hand und betrachtete mir gleichzeitig den Boden. Hmmm... Toilettenpapier geschnappt und ein wenig rumgewischt. Danach viel ich in Trance und lies meinen Gedanken freien Lauf. Kurze Zeit später
(15 Minuten) fing mein Arm langsam an zu schmerzen. Doch plötzlich... verwandelte sich meine ganze Energie in eine weisse flüsige Masse. Diese befand sich im Sturzflug in Richtung
Badewannenrand. Dort lag mein Blackberry...
Ja, die Betonung liegt hier auf "lag". Die weisse flüssige Masse landete direkt auf dem Ding und wurde durch die Wucht vom Aufprall in die Badewanne befördert. Zu dumm, dass die Badewanne noch mit
3/4 Wasser gefüllt war. Zu dumm, dass ich gestern Abend nach dem Baden keine Lust mehr hatte das Badewasser abzulassen. Mein leicht irritiertes Gehirn realisiert das Geschehen etwas zu langsam.
Kein Wunder, der Samenkoller brachte mich auf Hochtouren. Ich sah das Gerät einmal kurz aufblinken und dann verschwand es in den Tiefen der Badewanne. In Panik versuchte ich das Ding
herauszufischen um es zu Retten. So ein Kommunikationsmittel ist in meiner Position sehr wichtig. Beim Rettungsversuch rutschte ich auf dem Resturin am Boden aus und landete kopfüber in der Wanne.
Wow, dachte ich mir... Was für ein Erlebnis!
Leicht entnervt über den Verlust des Gerätes und über die Zwangsdusche, begab ich mich zum Waschbecken. Mein Spiegelbild hätte am liebsten gelacht. Um solch einer Situation aus dem Weg zu gehen,
rannte ich splitternackt ins Schlafzimmer zum Schrank. Nun stand ich vor dem Kleiderschrank und suchte nach Kleidung. Mich wunderte es, dass das Zimmer so hell war. Das Licht war nicht
eingeschaltet. Klar, die Rollos waren ja auch oben. Mein Schnelldenkerinstinkt trieb mich zum Fenster um die Rollos zu schliessen. Das war auch ratsam, denn im Erdgeschoss neben dem
Mülltonenplatz befand sich mein Schlafzimmer. Somit ohne Gardienen gut einsehbar.
Bevor ich die Rollos runterlies bemerkte ich, dass gekippte Fenster. Alleine das hinsehen lies mein bestes Stück vor Kälte schrumpfen. Also, schloss ich das Fenster. In dem selben Moment
erstarrte ich vor Schreck. Meine Nachbarin stand plötzlich mir gegenüber. Shit! Und ich ganz nackt am Schlafzimmerfenster... Ihre Augen scannten mich von oben nach unten innerhalb von
tausendstel Sekunden ab. Sie blieben dann doch in Leistenhöhe für einen Augenblick stehen. Auch hier lies mich meine Reaktionszeit im Stich. Aber irgendwie schaffte ich es dann doch, die
Rollos runterzuziehen.
Die Arme Frau Wagner... Die hat doch bestimmt einen Schock bekommen? Ist nicht unbedingt schön, morgens beim Müll wegbringen solche Erfahrungen mit dem Nachbarn zu machen?
Was solls... Shit happens. Wieder etwas leicht zitternd am Kleiderschrank angekommen. Ohne große Überlegung schnappte ich mir den erstbesten Anzug. Zähneputzen und rasieren waren erstmal tabu. Ich
traute mich nicht in das Badezimmer. Dieser Raum erhielt nach den ganzen Strapazen eine ganz neue Bedeutung für mich. Ich versprach mir diesen Raum in Zukunft mit Respekt zu
behandeln.
Stunden später am Arbeitsplatz, beschäftigte mich das Thema vom Erlebnis am Morgen immernoch. Ich versprach mir, den Ablauf beim nächsten Mal etwas abzuändern.
Dr.House
von Dr. House
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